16.02.2026
Mit mehr als 60 Staats- und Regierungschef und über 700 Gästen war die Münchner Sicherheitskonferenz (MSC), die vom 13. bis zum 15. Februar stattgefunden hat, in diesem Jahr stärker besucht als je zuvor. In diesem hochkarätigen Umfeld hat sich auch ArianeGroup präsentiert.
Seit Jahrzehnten ist die Münchner Sicherheitskonferenz ein Top-Ereignis, bei dem sich Hunderte Politiker, Militär- und Wirtschaftsvertreter sowie Experten von Nichtregierungsorganisationen und Wissenschaftler über außen- und sicherheitspolitische Fragen austauschen. In weltpolitisch angespannten Zeiten wie diesen ist das Interesse größer denn je. Am Vorabend der Konferenz hatte auch ArianeGroup eingeladen.
Vincent Pery (Leiter Defence-Programme), Jens Franzeck (CIO) sowie Pierre Godart (CFO) von ArianeGroup begrüßten rund 150 Gäste und präsentierten verschiedene Angebote des Unternehmens. Im Fokus standen mit Astris Lösungen für Weltraumlogistik (ISOS), der Weltraumüberwachungsdienst Helix sowie SyLex, MBT und natürlich die Ariane 6.
Sie hatte an diesem Abend auch einen besonderen Auftritt: Der Start der ersten Ariane 64 wurde übertragen, sodass die Gäste einen weiteren Meilenstein von Europas Schwerlast-Trägerrakete live mitverfolgen konnten.
Im Anschluss an diesen Höhepunkt beleuchteten Vincent Pery und Alexander Bollfrass vom International Institute for Strategic Studies (IISS) den Zusammenhang von ballistischen Waffen und der Raumfahrt, der zu einem immer engeren Einsatzgebiet und einer schwierigen strategischen Positionierung Europas führt. Beide betonten, wie wichtig es für Europa sei, in diesem Bereich seine Handlungsfähigkeit zu bewahren und gleichzeitig die transatlantische Partnerschaft aufrechtzuerhalten.
„Die europäische Industrie trägt in dieser Hinsicht eine Verantwortung, und der deutsch-französische Charakter von ArianeGroup ist ein wichtiger Faktor für die Ausweitung europäischer Lösungen bei geringsten Entwicklungsrisiken“, betonte Vincent Pery und unterstrich die dringende Notwendigkeit einer glaubwürdigen konventionellen ballistischen Fähigkeit, die durch politische Kontrolle und strategische Zurückhaltung untermauert wird. Mit ihrer jahrzehntelangen Erfahrung mit ballistischen Raketensystemen verfügt ArianeGroup bereits über das einzigartige Know-how, das für die Entwicklung konventioneller ballistischer Systeme und die Erfüllung der Anforderungen ihrer europäischen Partner erforderlich ist.
Neben dem Abendempfang nahm ArianeGroup auch an einer Paneldiskussion im Rahmen der Münchner Sicherheitskonferenz teil. Jens Franzeck diskutierte mit Hermann Ludwig Moeller, Direktor des European Space Policy Institute, und Laurent Jaffart, Direktor für Resilienz, Navigation und Konnektivität bei der ESA, über Europas Souveränität im All. Themen wie die Förderung der Nachfrage nach Starts, der Ramp-up der Industrie, die Integration kommerzieller Ziele und die internationale Zusammenarbeit standen dabei im Mittelpunkt.
Zum Abschluss der Konferenz betonte Thomas Tschirner, Leiter Defence-Programme Deutschland bei ArianeGroup, die Bedeutung der Veranstaltung: „Die MSC bietet ein Forum für die wichtigsten Akteure im Raumfahrt- und Verteidigungssektor, um Ideen, Visionen und Perspektiven auszutauschen. Dieser Dialog ist unerlässlich, um Wege zu finden, unsere Lösungen gemeinsam zu verbessern und damit die Position Europas in diesem Bereich zu stärken. Während der Veranstaltung hat ArianeGroup eindrucksvoll ihre Fähigkeiten und Kompetenzen unter Beweis gestellt, um diese Ambitionen zu unterstützen, was von den Teilnehmern unserer Veranstaltung sehr positiv aufgenommen und anerkannt wurde.“